Motivationsschreiben für ein BWL Studium

Warum möchtest du BWL studieren? Welche Ziele verfolgst du mit dem Studium? Welche Erfahrungen qualifizieren dich für ein BWL Studium? Warum hast du dich ausgerechnet für diese Hochschule entschieden? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Motivationsschreibens. Wir erklären dir, was du dabei beachten musst und worauf es in dem Schreiben ankommt.

Einige Hochschulen fordern, zusammen mit der eigentlichen Bewerbung, ein zusätzliches Motivationsschreiben von ihren Bewerbern für das BWL Studium. Vor allem im Bewerbungsverfahren an privaten Hochschulen ist das Motivationsschreiben eine gängige Variante aus allen Kandidaten die geeigneten Bewerber für die begrenzten Studienplätze auszuwählen. Die wichtigste Frage, die hier beantwortet werden soll lautet: Warum will ich BWL studieren?

Was ist das Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben ist eine ausführlichere Variante des Bewerbungsschreibens. Im Motivationsschreiben erläuterst du auf durchschnittlich ein bis zwei DIN A4-Seiten, warum du dich für genau diese Hochschule und diesen einen Studiengang bewirbst und warum genau du besonders geeignet für das BWL Studium bist.

Folgende Fragen sollten daher im Motivationsschreiben unbedingt beantwortet werden:

  • Welchen Studiengang/welchen Schwerpunkt möchtest du studieren?
  • Warum möchtest du gerade dieses Studienfach studieren?
  • Warum möchtest du unbedingt an dieser Hochschule studieren?
  • Wie bist du auf den Studiengang und die Hochschule aufmerksam geworden?
  • Warum bist du für das Studium besonders geeignet?
  • Was zeichnet dich aus und welche Qualifikation bringst du schon mit?
  • Wo möchtest du beruflich hin? Welcher Berufswunsch steckt hinter der Wahl des Studiengangs?

Ziel des Motivationsschreibens ist es, die Hochschule von dir, deinen Qualitäten und deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Viele private Hochschulen nutzen das Motivationsschreiben, um bereits früh im Bewerbungsverfahren die geeigneten Kandidaten auszuwählen. Gerade bei den vielen unterschiedlichen BWL-Studiengängen gibt es zahlreiche Bewerber. Mit einem gelungenen Motivationsschreiben kannst du bereits zu Beginn die ersten Pluspunkte sammeln und aus der Masse herausstechen.

Aufbau des Motivationsschreibens

Bei einem Motivationsschreiben ist es ganz wichtig, dass du den Text selbstständig verfasst. Wenn Texte schreiben nicht zu deinen größten Stärken gehört, ist es natürlich kein Problem, wenn du dir ein Beispiel anschaust und Hilfe organisierst. Wichtig ist aber: Fertige dein Motivationsschreiben immer eigenständig an – schreibe nicht einfach irgendwas irgendwo ab! Das Entscheidende an dieser Aufgabe ist, dass du der Hochschule etwas über dich mitteilst. Die Hochschulen nutzen dieses Schreiben, weil sie herausfinden wollen, ob du als Bewerber zur Philosophie der Hochschule passt. Gerade bei privaten Studienanbietern mit den kleinen Lerngruppen spielt die Atmosphäre innerhalb der Studiengruppe eine wichtige Rolle. Damit alle Studierenden ein gutes Team bilden, wählen die Hochschulen ihre Bewerber so akribisch aus. Das Motivationsschreiben ist ein wichtiger Teil davon – nutze diese Chance und zeig, wer du bist!

Damit du dein Motivationsschreiben bestmöglich anfertigen kannst, gibt es neben den inhaltlichen Fragen einige Regeln zu Umfang und Aufbau, die du beachten solltest.

Umfang

Wenn die Hochschule zur Länge des Schreibens in ihren Bewerbungskriterien Angaben macht, halte dich in jedem Fall an den vorgegebenen Umfang. Grundsätzlich ist es aber die Regel, dass du zwei DIN A4-Seiten nicht überschreitest. Die Kunst dabei ist es, alle wichtigen Aspekte von dir und deinem Wunsch an dieser Hochschule BWL zu studieren darzulegen, ohne dabei sinnloses Zeug zu schreiben und den Text unnötig in die Länge zu ziehen. Ein roter Faden innerhalb des Motivationsschreibens ist daher enorm wichtig. Behalte im Auge, dass alle Argumente und Beispiele zueinander passen und aufeinander abgestimmt sind. Das Motivationsschreiben sollte daher nicht zu kurz, aber auch nicht zu langatmig sein.

Aufbau

Genau wie einem Bewerbungsschreiben gibt es auch für das Motivationsschreiben einige Anhaltspunkte, die du zum Aufbau des Schreibens beachten solltest. Beginne in jedem Fall mit einer Anrede. Es macht einen sehr guten Eindruck, wenn du dir den passenden Ansprechpartner für die Hochschul-Bewerbungen heraussuchst und diese Person persönlich ansprichst. "Sehr geehrte Frau Muster" oder "Sehr geehrter Herr Muster" zeigen der Hochschule bereits, dass du dich intensiv mit einer Bewerbung dort auseinandergesetzt hast. Solltest du keinen Ansprechpartner finden, geht auch die allgemeine Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren".

Danach kommt der vermutlich schwierigste Punkt: Die Einleitung. Bei einem Motivationsschreiben gibt es allerdings in der Einleitung kein Richtig oder Falsch. Entscheidend ist hierbei, dass du der Hochschule ein paar Informationen über deine Person gibst. Du erklärst kurz, wer du bist, was du derzeit machst und für welchen BWL-Studiengang du dich bewerben willst.

Nun folgt der Hauptteil, dieser ist das Herzstück des Motivationsschreibens. Hier erklärst du, was du bisher für Erfahrungen gesammelt hast, warum du an dieser Hochschule studieren willst und warum du genau diesen BWL-Studiengang belegen willst. Zudem kannst du darauf eingehen, wie deine beruflichen Ziele aussehen und welche zusätzlichen, passenden Qualifikationen du mitbringst. Kurz gesagt: Du beantwortest alle wichtigen Fragen, die ein Motivationsschreiben ausmachen.

Abschließend gibt es noch den Schlussteil. Dein Motivationsschreiben sollte zum Schluss mit einem einprägsamen Satz enden. In diesem kannst du nochmal betonen, dass du dich über die Einladung zum Bewerbertag oder Kennenlerngespräch sehr freuen würdest. Du schließt das Schreiben mit der Aussage "mit freundlichen Grüßen" oder eine ähnlichen Grußformel und unterschreibst handschriftlich.

Tipps für dein Motivationsschreiben

Tipps für ein gutes Motivationsschreiben

Jetzt geht es darum, das Motivationsschreiben in eine ansprechende Textform zu bringen, einen roten Faden durch den gesamten Text zu spannen und den Leser von dir und deinen Qualifikationen zu überzeugen.

Allerdings gibt es dabei so einiges, dass du falsch machen kannst. Daher haben wir dir acht wichtige Tipps zusammengestellt, die du beim Schreiben deines Motivationsschreibens beherzigen solltest:

Beachte die Vorgaben der Hochschule

Die Hochschulen haben meist eine genaue Vorstellung davon, wie ein Motivationsschreiben auszusehen hat. Die entsprechenden Angaben zur Bewerbung findest du auf den jeweiligen Webseiten. Steht dort auch eine Angabe zum Umfang des Motivationsschreibens, solltest du diese in jedem Fall berücksichtigen. Zwei Seiten sind eben zwei Seiten – machst du daraus drei, macht das im Bewerbungsverfahren keinen guten Eindruck. Auch der Inhalt wird von den meisten Hochschulen klar definiert. Halte dich daran – alles andere ist schlecht.

Leere Floskeln vermeiden

Ein Motivationsschreiben zu verfassen, ist nicht in zehn Minuten erledigt und vielen Studienbewerbern fällt es sehr schwer, in Worte zu fassen, warum man genau diesen Studiengang an dieser Hochschulen studieren möchte. Dies ist aber kein Grund, die Seiten mit einer Aneinanderreihung von Floskeln und inhaltsleerer Aussagen zu füllen.

Beispiel: "Ich möchte Internationale BWL studieren, da internationale Erfahrung sehr wichtig ist" – Hier fehlt die Begründung? Warum ist internationale Erfahrung denn so wichtig?

Beispiele nicht vergessen

Damit sind wir direkt beim nächsten wichtigen Punkt: Begründe deine Aussagen und führe Beispiele an. Wie bei jeder Bewerbung ist es immer einfach zu sagen, dass man bereits Erfahrungen in einem bestimmten Bereich gesammelt hat. Die Kunst liegt aber darin, diese Aussagen auch mit Beispielen zu belegen. Erst dann gelingt dir ein sinnvolles Motivationsschreiben. Du magst Zahlen gerne und führst gerne Kalkulationen durch? Prima, dann erwähne doch hier auch gleich, dass du während der Planungsphase für die Abifeier das Budget verwaltet und alles bis ins kleinste Detail durchkalkuliert hast.

Immer den Studiengang im Blick behalten

Verliere dich nicht in Ausführungen über deine Talente, deine bisherigen Praktika oder Auslandsaufenthalte. Erwähne diese wirklich nur, wenn du damit auch einen Bezug zum Studiengang herstellen kannst. Die Hochschule möchte schließlich wissen, warum du für diesen Studiengang besonders qualifiziert bist, aber nicht, dass du ein hervorragender Koch bist, da du mal ein Praktikum in einem Restaurant gemacht hast.

Eigenlob stinkt

Du musst nicht in epischer Breite erklären, warum du ein toller Hecht bist. Deine Charaktereigenschaften können auch aus deinem bisherigen Werdegang abgeleitet werden. Du bist belastbar, super motiviert und kannst Verantwortung übernehmen – aus deiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim Sportverein oder deinem Engagement bei der Jugendfreizeit geht das schon hervor. Weitere Lobhudeleien auf dich selbst sind also vollkommen unnötig und wirken arrogant.

Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung

Das Motivationsschreiben sollte fehlerfrei sein. Viele Studienbewerber unterschätzen diesen Punkt – leider. Denn wer ein Motivationsschreiben, von Fehlern gespickt, einreicht, stellt sich selbst ein Bein. Gleiches gilt für richtigen Satzbau und die Kommasetzung. Auch Umgangssprache und ein allzu lockerer Tonfall haben im Motivationsschreiben nichts verloren. Textprogramm, wie Mircosoft Word, finden schon sehr viele Fehler, es ist aber in jedem Fall absolut sinnvoll, den Text von einer Person prüfen zu lassen, die sicher im Umgang mit Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung ist.

Verstell dich nicht

Das Motivationsschreiben ist durchaus eine gute Gelegenheit, deine Schokoladenseite zu präsentieren – schließlich möchtest du die Hochschule ja von dir überzeugen. Allerdings solltest du dabei immer noch du selbst bleiben. Viele positiv bewertete Motivationsschreiben münden in einer Einladung zum persönlichen Bewerbungsgespräch. Spätestens hier fällt dann auf, wenn du dich im Motivationsschreiben als jemand dargestellt hast, der du in Wirklichkeit nicht bist.

Mach dein Ding

Niemand schüttelt sich ein perfekt formuliertes Motivationsschreiben einfach so aus dem Ärmel. Ein gutes Motivationsschreiben zu erstellen ist Arbeit. Und da Arbeit manchmal nicht viel Spaß macht, ist es sehr verführerisch auf vorformulierte Motivationsschreiben aus dem Internet zurückzugreifen. Unser Tipp: Lass die Finger davon und mach dein eigenes Ding.

Beliebte Hochschulen bekommen, vor allem für die begehrten BWL-Studiengänge, zahlreiche Bewerbungen. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass ein anderer Bewerber dieselbe Vorlage wie du benutzt hat. Das ist natürlich peinlich und lässt deine Chance auf eine Einladung zum Bewerbertag schrumpfen.

Beispiel für ein Motivationsschreiben

Nicht jedem Bewerber geht das Texte schreiben leicht von der Hand. Damit du mit deinem Motivationsschreiben trotzdem überzeugst, haben wir dir hier ein Beispiel für dich. Dieses kannst du dir in Ruhe durchlesen und es dann als Grundlage für deinen eigenen Text nutzen. Doch nutze es nur als Ideengeber! Wenn du den Text einfach kopierst und nur die persönlichen Angaben änderst, wird die Hochschule das in jedem Fall merken.

Zum Beispiel-Motivationsschreiben

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