Master BWL

Du hast erfolgreich einen Bachelor BWL absolviert, willst dir nun aber noch mehr Wissen aneignen und höher hinaus? Der Schlüssel zum Erfolg könnte dann ein anschließender Master BWL sein. Wir versorgen dich mit allen wichtigen Informationen zu den Studieninhalten sowie den Karriere- und Gehaltsaussichten nach dem Abschluss. Wenn dich beides begeistern sollte, kannst du dir in unserer Datenbank zudem einen für dich passenden Studiengang an deinem Wunsch-Standort heraussuchen.

Allgemeines zum Master BWL

Mit viel Kopfzerbrechen hast du dir Gedanken darüber gemacht, welches Masterstudium auf deinen Bachelor folgen soll, aber du willst dich eigentlich noch nicht zu sehr auf eine Richtung festlegen? Dann könnte ein Master BWL die richtige Entscheidung sein. Denn damit lässt du dir viele Optionen für die Zukunft offen, versorgst dich aber dennoch mit wertvollem Expertenwissen und kannst dich auf dieser Grundlage später in diverse Richtungen entwickeln.

Neben Studiengängen, die direkt den zutreffenden Titel „Betriebswirtschaftslehre“ tragen, findest du in unserer Datenbank auch eine Vielzahl an Angeboten, welche mit Bezeichnungen wie „Management“ oder „Business Management“ versehen sind. Im Kern behandeln die Studiengänge jedoch dieselben inhaltlichen Themen. Die konkreten Fächer können je nach Universität und Fachhochschule teilweise natürlich unterschiedlich ausfallen.

Passende Hochschulen für den Master BWL

133 Hochschulen, die einen Master BWL anbieten

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Master BWL

Was lerne ich in einem Master BWL?

Der Master BWL ist ähnlich wie der Bachelor BWL sehr breit aufgestellt. In den ersten Semestern werden die bereits vorhandenen Basics aus dem Bachelorstudium noch weiter vertieft. Später kommen dann Schwerpunktfächer hinzu, zu diesen später noch mehr. Im Laufe des Studiums können dir beispielsweise diese Fächer begegnen:

  • Vertiefende Betriebswirtschaftslehre
  • Vertiefende Volkswirtschaftslehre
  • Angewandte Statistik
  • Accounting, Controlling, Taxation
  • Staats- und Finanzwissenschaft
  • Unternehmens- und Personalführung
  • Business Ethics and Corporate Governance
  • Quantitative und qualitative Forschungsmethoden
  • Strategisches Management
  • Unternehmensbewertung
  • Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftspsychologie

Welche Schwerpunkte gibt es?

Wie im Bachelorstudium bietet sich auch im aufbauenden Masterstudium die Gelegenheit, durch die Wahl von Spezialisierungsfächern eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Die Bandbreite an Schwerpunktmodulen wird sicherlich an jeder Universität und Fachhochschule ein wenig anders ausfallen. Um dir einen Eindruck zu vermitteln, präsentieren wir dir einige exemplarische Beispiele:

  • Finanzierung und Controlling
  • Human Resource Management
  • Marketing, Management und Methoden
  • Entrepreneurship and Innovation Management
  • Ecometrics
  • Unternehmensführung
  • Accounting and Taxation
  • Planung, Kontrolle und Steuerung von Unternehmen
  • Corporate Development
  • International Management
  • Interkulturelles Management

Mehr zu den verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten findest du in unserer Rubrik BWL Schwerpunkte.

Tipp: Vor Studienbeginn solltest du am besten auf Nummer sicher gehen und dir genau den individuellen Verlaufsplan sowie das Modulhandbuch anschauen. So vermeidest du unschöne Überraschungen, wenn du bereits im Studium steckst und dann der ein oder andere erhoffte Wunschkurs gar nicht zur Wahl steht.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wie bei vielen anderen Studiengängen gilt es auch beim Masterstudium BWL einige Anforderung zu erfüllen, damit der Weg ins Studium freigegeben wird. Zum einen gibt es die formalen Voraussetzungen der Hochschulen, die jede/r Studienanwärter/in vorweisen muss. Zum anderen ist es hilfreich, wenn du für dieses Studium generell aus dem richtigen Holz geschnitzt bist, also einige persönlichen Eigenschaften mitbringst, die für das Studium nützlich sind und die Chancen für einen Studienerfolg erhöhen.

Formale Voraussetzungen

  • Erster Hochschulabschluss (Bachelor oder gleichwertig anerkannter Abschluss) mit mindestens 180 ECTS und einem wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt
  • Ggf. Mindestanzahl an Creditpoints in den Fächern Mathematik, Statistik und Volkswirtschaftslehre
  • Ggf. Mindestnote des Erststudium von 2,5
  • Ggf. Nachweis von hinreichenden Englischkenntnissen durch Sprachzertifikate wie IELTS oder TOEFL
  • Ggf. Bestehen der hochschulinternen Auswahlverfahren

Persönliche Eigenschaften

Du willst nicht nur studieren um des Studierens willen, sondern die Basis für eine erfolgreiche Karriere schaffen? Dann solltest du einige persönliche Voraussetzungen mitbringen, um diesen Plan bestmöglich in die Tat umzusetzen. Für einen Master BWL solltest du eine Begeisterung für wirtschaftswissenschaftlichen Zusammenhängen verspüren, gute Mathematikkenntnisse haben, analytische Fähigkeiten sowie Kommunikationsstärke und Präsentationskompetenzen aufweisen.

Wie läuft der Master BWL ab?

Das Masterstudium BWL dauert in der Regel drei bis vier Semester. Zu Beginn widmet sich der Lehrplan der Vertiefung der im Bachelorstudium erlangten betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse. Im weiteren Verlauf können die Studierenden mit Schwerpunktfächern eine von ihnen gewählte Richtung einschlagen. Gekrönt wird dies schließlich mit der Masterthesis, und dem darauffolgenden Titel: Master of Arts oder Master of Science.

Gut zu wissen: Was ist der Unterschied zwischen Master of Arts und Master of Science?

Ein Master of Arts richtet den Fokus auf geisteswissenschaftliche Fächer, ein Master of Science hingegen auf naturwissenschaftliche Fächer. Beide Abschlüsse sind gleich anerkannt, geben dir aber die Möglichkeit, dich in verschiedene Richtungen auszurichten.

Auslands- und Praxiserfahrung

Praxissemester oder -projekte sowie Auslandssemester sind eher selten fest in den Studienverlaufsplan integriert. Die Studierenden können diese aber auf freiwilliger Basis in das Studium einbinden oder im Zuge eines Urlaubssemesters bzw. in der vorlesungsfreien Zeit praktische Erfahrungen sammeln.

Wie viel kostet der Master BWL?

Entscheidend bei der Kostenfrage ist vor allem: Studium an einer privaten oder einer staatlichen Uni? An staatlichen Einrichtungen werden alle sechs Monate die Semestergebühren fällig, diese belaufen sich meist auf 150 bis 350 Euro. Die Höhe der Gebühren variiert dabei von Hochschule zu Hochschule.

An privaten Universitäten hingegen warten Studiengebühren. Die Betitelungen hören sich ähnlich an, unterscheiden sich dennoch enorm. Bei Studiengebühren handelt es sich häufig um eine monatliche Gebühr, die einige hundert Euro umfassen kann. Zudem können Gebühren unter anderem für Immatrikulation und Masterthesis hinzukommen sowie ein Semesterbeitrag auf der Rechnung landen, wie es an staatlichen Universitäten der Fall ist. Insgesamt solltest du demnach mindestens mit Gesamtkosten zwischen 10.000 bis 20.000 Euro rechnen.

Um dir einen besseren Eindruck von den vollumfänglichen Kosten zu verschaffen, haben wir dir mal einige Beispiele herausgesucht. Bitte bedenke dabei, dass die Zahlen unter den privaten Hochschulen auch sehr unterschiedlich hoch ausfallen können.

Private Hochschulen

HochschuleStudiengangStudiengebühren pro MonatGesamtkosten (ca.)
AKAD UniversityBetriebswirtschaftslehre, M.A. (Fernstudium)297 - 530 Euro12.720 - 14.256 Euro
FOM HochschuleWirtschaft und Management, M.A. (berufsbegleitend)350 Euro10.500 Euro
Hochschule FreseniusBetriebswirtschaftslehre, M.Sc.795 Euro19.080 Euro

Stand: SoSe 2020

Wenn die Studiengebühren noch ein Hindernis zwischen dir und deinem Studium darstellen, dann können dir unsere Tipps zur Studienfinanzierung Hilfe leisten. Mehr dazu findest du unter: Kosten und Studienfinanzierung.

Welche Studienformen gibt es?

Es wird kaum verwunderlich sein: In einem klassischen Studium wie dem Master BWL ist der Großteil der Studienangebote auf ein Vollzeit-Studium ausgerichtet. Bei diesen Studiengängen gehst du also brav zur Uni, paukst in Seminaren, Tutorien oder allein in der Hochschulbibliothek, während Freizeitbeschäftigungen und ein Nebenjob sich den Studien-To-do’s unterordnen.

Sollte das nicht zu deinen Vorstellungen und deinem Zeitmanagement passen, stehen dir noch die Optionen eines Fernstudiums, eines dualen Studiums oder eines berufsbegleitendem Präsenzstudiums offen.

Einen Master BWL im Fernstudium zu absolvieren, bietet dir maximale Flexibilität in Bezug auf Raum und Zeit deiner Studienaktivitäten. Allerdings bist du in diesem Fall auch größtenteils deines eigenen Glückes Schmied und solltest eine gute Portion Strebsamkeit und Selbstdisziplin mitbringen.

Bei einem berufsbegleitenden Präsenzstudium wartet die Herausforderung der Doppelbelastung. Dies kann natürlich ebenfalls bei einem Fernstudium der Fall sein, das du neben dem Beruf ausübst. So musst du einerseits den Studienalltag meistern, andererseits gibt es den Workload deiner geregelten Arbeit. Dafür sind deine Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nach dem Studienabschluss noch umso rosiger, da du gleich eine umfangreiche Berufserfahrung vorweisen kannst.

Diesen Vorteil hat auch ein duales Studium. Einerseits absolvierst du ein Studium, andererseits kannst du bereits Berufserfahrung sammeln und je nach Studienart auch eine Ausbildung abschließen. Die ist bei Arbeitgebern natürlich ebenfalls gerne gesehen und verschafft dir noch besser Perspektiven für die Zukunft.

Zu allen diesen Studienformen findest du passende Hochschulen und Studiengänge in unserer umfangreichen Datenbank:

Studiengang finden

Wie sind die Karriereaussichten nach dem Master BWL?

Bei der Wahl eines Masterstudiums ist es wichtig, das große Ganze im Blick zu haben und neben den individuellen Wünschen und Plänen auch die generellen Karriereaussichten abzuschätzen. Ein Master BWL ist ein sehr generalistisches Studium und bietet dir die volle Bandbreite an Karriereperspektiven. Mit einem Masterabschluss bist du Allround-Talent für die Wirtschaftswelt. Vielleicht verschlägt es dich genau in die Richtung deiner Schwerpunktfächer oder du hast im Zuge von Praktika oder einer Werkstudentenstelle bereits deinen Platz in der Arbeitswelt ausmachen können. Wenn dem nicht so sein sollte, dann kannst du dich unter anderem in diesen Bereichen ausprobieren und profilieren:

  • Wirtschaftsprüfung
  • Unternehmens- und Personalberatung
  • Projektmanagement
  • Marketing
  • Technologie- und Innovationsmanagement
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Logistik und Vertrieb

Generell kann man sagen, dass du überall dort zum Einsatz kommen kannst, wo Management Skills gefragt sind. Du merkst also: ein weites Feld! Es obliegt demnach ganz dir, wo die Richtung hingehen soll.

Wichtig: Heb dich von der Masse ab! Es gibt verhältnismäßig viele BWL-Absolventinnen und Absolventen. Um nach dem Studienabschluss einen guten Start in die Arbeitswelt hinzulegen, ist es ratsam, dich während des Studiums bestmöglich mit zusätzlichen Qualifikationen auszustatten. So kannst du dich in den entscheidenden Momenten gekonnt von der breiten Masse absetzen und bist deinen Konkurrentinnen und Konkurrenten hoffentlich eine Nasenspitze voraus. Die Schlüsselwörter sind in diesem Fall: Praktika, Auslandserfahrung, Werkstudentenstellen und Sprachkenntnisse. Kreativität bei der Sammlung weiterer Kompetenzen kann zudem auch keinesfalls schaden.

Gehaltsperspektiven

Natürlich ist auch die Höhe des Gehalts nicht uninteressant und ein relevanter Punkt bei der Berufswahl. Eine genau treffende Aussage zu den Gehältern zu fällen, ist insbesondere im Bereich der Betriebswirtschaftslehre keine leichte Aufgabe. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine kaum zu umfassende Menge an beruflichen Möglichkeiten, was auch das Herunterbrechen der Einkommenszahlen erschwert. Zudem wirken sich viele verschiedene Faktoren auf das schlussendliche Gehalt eines jeden aus. Diese können unter anderem allgemeine Punkte wie Standort, Unternehmensgröße oder Branche sein. Aber auch individuelle Faktoren wie die Berufserfahrung, der Verantwortungsbereich sowie das Geschick bei Gehaltsverhandlungen tragen bei dieser Angelegenheit erhebliches Gewicht.

Die nachfolgenden Gehaltszahlen sollen dazu dienen, dir einen ersten, groben Eindruck von potenziellen Gehaltsaussichten zu liefern.

BerufsbezeichnungBrancheAlterGeschlechtMonatliches Bruttogehalt
Business Development ManagerMedien, Presse30W4.649 Euro
Online Marketing ManagerBekleidung, Textil33W3.116 Euro
UnternehmensberaterMetall38M6.038 Euro
Projektmanager Marktforschung PharmaFinanzdienstleistung37M4.387 Euro
Referent HR / PersonalUnternehmensberatung42W8.951 Euro
Tourismus ManagerWerbung und PR33M2.710 Euro
ProduktmanagerMaschinenbau45M6.872 Euro

Quelle: gehalt.de, Stand: 06/2020

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