Was ist Betriebswirtschaftslehre?

BWL – was das ist, weiß doch jeder! Oder doch nicht? Der Begriff Betriebswirtschaft ist dir irgendwie geläufig, aber so richtig viel kannst du damit nicht anfangen? Du hast viele Bekannte, die ein BWL Studium absolvieren, aber was genau ein solches Studium beinhaltet, weißt du nicht? Bei uns findest du alles Wichtige zur Begriffserklärung, den unterschiedlichen Formen und Wissenswertes rund um das Thema Betriebswirtschaftslehre!

In nahezu allen Bereichen unseres Wirtschaftssystems, auch dort, wo man es auf den ersten Blick nicht sieht, sind kompetente und erfahrene Betriebswirte am Werk – in der Regel Absolventen einer der vielseitigen BWL-Studiengänge. Nahezu jedes Produkt, das wir käuflich erwerben und im Alltag nutzen, kommt dank der vielfältigen Kompetenzen ausgebildeter Betriebswirte bei uns Verbrauchern an. Doch bis Betriebswirte ihre speziellen Fähigkeiten in zahlreichen Schnittstellen der Unternehmen unter Beweis stellen können, müssen sie zunächst erst einmal ein BWL-Studium absolvieren.

Die Betriebswirtschaftslehre gilt oftmals als Studienfach, das jeder studiert, der keine bessere Alternative kennt. Dabei kann man sagen: Mit einem BWL Studium wirst du vielfältig auf die Herausforderungen in der Wirtschaft und im Management vorbereitet. Da Studieninteressenten aufgrund der Vorurteile oft nicht richtig einschätzen können, was das Studium beinhaltet und wofür es überhaupt gut ist, beantworten wir zuallererst die wichtigste Frage: Was ist BWL?

Definition Betriebswirtschaftslehre

Der Begriff Betriebswirtschaftslehre (oder kurz BWL) ist in unserem Sprachgebrauch zwar nicht gerade alltäglich, doch eigentlich hat ihn jeder schonmal gehört. Oft wird die Betriebswirtschaftslehre auch mit den Begriffen "Wirtschaft" oder "Management" gleichgesetzt. Doch was meint BWL eigentlich genau?

Die Betriebswirtschaftslehre ist eine Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften und beschreibt die Führung, Steuerung und Organisation eines wirtschaftlichen Betriebs oder Unternehmens und basiert grundsätzlich auf der Annahme, dass Güter knapp sind und somit ein ökonomischer Umgang mit eben diesen Gütern erforderlich ist. Ziel der BWL ist es, Entscheidungsprozesse in Unternehmen zu beschreiben, zu erklären und zu unterstützen. Dabei befasst sich die BWL mit der wirtschaftlichen Perspektive, fokussiert auf den Einzelbetrieb.

Die Betriebswirtschaftslehre ist eines von zwei Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaften. Das zweite Teilgebiet ist die Volkswirtschaftslehre (VWL). Beide Teildisziplinen haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch grundlegende inhaltliche Unterschiede. Alles zu den Unterschieden zwischen BWL und VWL erfährst du hier!

Die meisten Menschen nutzen die Bezeichnung BWL, wenn sie den Studiengang meinen, denn das BWL Studium ist das beliebteste Studienfach in Deutschland und wird an fast jeder Universität, Fachhochschule oder Akademie in einer seiner vielseitigen Formen angeboten.

Inhalte des BWL Studiums

Das BWL Studium vermittelt allgemeine Grundlagen aus den Wirtschaftswissenschaften und baut darauf spezielles Fachwissen mit unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Schwerpunkte auf. Dabei sind die Themen Planung, Organisation und Berechnung die grundlegenden Inhalte der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Es handelt sich um ein branchenübergreifendes Studium, welches dir nach dem Abschluss eine Karriere in allen Bereichen der Wirtschaft und in jedem Betrieb der Produktion und Herstellung sowie im Dienstleistungssektor ermöglicht.

Das Ziel des BWL Studiums ist es, dein fachübergreifendes Denken und deine Handlungsfähigkeit zu steigern und dich für die Herausforderungen im Management von wirtschaftlichen Unternehmen fit zu machen.

Zu den wesentlichen Elementen der betriebswirtschaftlichen Lehre gehört die Umsetzung und Kontrolle der verschiedenen, kapitalorientierten Unternehmensvorgänge. Die Betriebswirtschaftslehre vertritt dabei die Perspektive eines Betriebs und beschäftigt sich auch mit zwischenmenschlichen Beziehungen, die im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit auf die ökonomische Praxis ausgerichtet sind. Neben den Hauptinstrumenten des BWL Studiums – Analyse, Mathematik und Statistik – finden sich daher auch zahlreiche Elemente der Rechts- und Politikwissenschaft, Soziologie sowie der Arbeits- und Organisationspsychologie auf dem Stundenplan eines BWL-Studenten wieder.

eine junge Frau steht zwischen ihren beiden Kollegen und posiert für ein Foto

Welche BWL-Studiengänge und Fachrichtungen es gibt, findest du in unserer ausführlichen Übersicht. Dabei erklären wir dir auch im Detail, was die Studieninhalte der jeweiligen Studiengänge sind und welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um ein solches Studium absolvieren zu können.

Zu den Studiengängen

Aus diesem Grund gliedert sich das BWL Studium in zwei Oberkategorien:

  • die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (ABWL)
  • die Spezielle Betriebswirtschaftslehre (SBWL)

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre befasst sich mit planerischen, organisatorischen und rechentechnischen Entscheidungen in Betrieben. Sie ist dabei funktions- und branchenübergreifend ausgerichtet. Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre gibt einen Überblick über die Wissenschaft der Betriebswirtschaft und hat das Ziel, das fachübergreifende Denken und Entscheiden zu fördern.

Spezielle Betriebswirtschaftslehre

Die Spezielle Betriebswirtschaftslehre konzentriert sich dagegen auf Fragestellungen, die nur in bestimmten Branchen oder Unternehmensteilen relevant sind. Hier werden z.B. die Bereiche Marketing, Personalwesen, Finanzen, Controlling, Produktion oder Unternehmensführung gelehrt, welche sich in den meisten Unternehmen als eigenständige Abteilungen wiederfinden. Zu diesem Zweck können in den meisten BWL-Studiengängen innerhalb des Studienverlaufs Schwerpunkte gesetzt werden, die auf den späteren Einsatz in der Praxis vorbereiten und einige Fachbereiche intensiver beleuchten.

Betriebswirtschaftslehre und seine Schwerpunkte

Hier findest du alles Wissenswerte rund um das Thema individuelle Vertiefung im BWL Studium. Welche Varianten es gibt und wie sie dein BWL Studium bereichern können.

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Allgemeine Begriffserklärung: BWL, VWL, Management und Wirtschaft

Auf der Suche nach einem passenden BWL Studium wirst du sicherlich häufig auch abweichende Bezeichnungen finden. Oft werden die Begriffe Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaftslehre (VWL), Management oder Wirtschaft auf den Seiten der Hochschulen oder bei deiner allgemeinen Suche auftauchen.

Viele Begriffe, die eigentlich dasselbe bedeuten: Ein Studium mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Betriebswirtschaftliche Grundlagen werden bei all diesen Studiengängen und Themengebieten vermittelt, dennoch gibt es Unterschiede. Wir erklären dir hier die wichtigsten Begriffe im Überblick:

Wirtschaftswissenschaften

Wirtschaftswissenschaften, unter Studierenden auch gern WiWi genannt, bezeichnet die Lehre der Wirtschaft im Gesamten. Sie umfasst sowohl BWL (Betriebswirtschaftslehre) als auch VWL (Volkswirtschaftslehre) als Teilbereiche.

BWL – Betriebswirtschaftslehre

Betriebswirtschaftslehre ist die Lehre von der Organisation, Steuerung und Führung von Unternehmen.

VWL - Volkwirtschaftslehre

Als zweites Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften befasst sich die VWL (kurz für Volkswirtschaftslehre, auch Nationalökonomie oder Sozialökonomie) mit der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Erzeugung und Verteilung von Gütern und Produktionsfaktoren. Anders als in der BWL stehen in der VWL weniger einzelne Unternehmen, sondern vielmehr ganze Staaten und/oder Wirtschaftsräume im Fokus der Betrachtung.

Management

Die Inhalte dieses Studiengangs sind in vielen Positionen deckungsgleich zum BWL Studium. Als Manager bist du nach einem Abschluss in vielen Bereichen eines Unternehmens einsetzbar. Im späteren Berufsleben werden Manager oft als Führungskräfte in Unternehmen eingesetzt. Dort sorgen sie für effektive Arbeitsläufe und Wirtschaftlichkeit der Unternehmen.

Wirtschaft

Ähnlich wie der Studiengang Management ist auch ein Wirtschaftsstudiengang ein betriebswirtschaftliches Studium. Der Begriff Wirtschaft wird daher gerne Synonym für BWL oder Wirtschaftswissenschaften verwendet. Im Zentrum des Studiums stehen Schwerpunkte und Grundlagen aus den Bereichen VWL und BWL – je nach Auslegung, Ausrichtung und Angebot der Hochschule.

BWL vs. VWL

Du willst mehr über die Unterschiede zwischen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften erfahren? Dann informiere dich!

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