BWL Weiterbildungen

Wer sich in betriebswirtschaftlichen Belangen fortbilden, aber kein akademisches Studium antreten möchte, der hat die Wahl zwischen zahlreichen BWL Weiterbildungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Wir geben nachfolgend einen Überblick über die BWL Weiterbildungen und geben dir Tipps, wie du den passenden Anbieter findest!

Betriebswirtschaftliche Weiterbildungen sind sehr beliebt. Wirtschaftliches Fachwissen und fachspezifische Zusatzqualifikationen sind heutzutage in vielen Jobs gefragt. In jeder Branche ist ökonomisches Know-how von großer Bedeutung, eine derartige Weiterqualifikation für viele Arbeitnehmer somit der nächste Schritt auf der Karriereleiter.

Eine Weiterbildung in der Betriebswirtschaft bringt dir daher viel Gutes. Doch Weiterbildung ist nicht gleich Weiterbildung. Neben den zahlreichen unterschiedlichen Anbieter und Weiterbildungsinhalten aus dem Bereich der Betriebswirtschaft, gibt es auch verschiedene Studienmodelle. Manche Weiterbildungen werden berufsbegleitend oder im Fernlehrgang absolvierte, andere sind als Vollzeit-Lehrgang ausgerichtet. Auch in Sachen Anerkennung und Abschluss gibt es viele Varianten. Vom staatlich anerkannten IHK-Zertifikat bis hin zu einer einfachen Teilnehmerbescheingung ist alles dabei.

Wir wollen dir helfen, die für dich passende BWL Weiterbildung zu finden, so dass du deine Karriere voranbringen und dich zum Experten in der Betriebswirtschaft weiterqualifizieren kannst.

Weiterbildungsarten

Bevor du anfängst wild zu recherchieren und im Dschungel von hunderten Kursen und Anbietern stecken bleibst, solltest du dir darüber Gedanken machen, was du mit deiner Weiterbildung in der Betriebswirtschaft eigentlich erreichen willst. Möchten du für dein jetziges Tätigkeitsfeld in einem bestimmten Teilbereich neue Kenntnisse erlangen? Oder bestehendes Wissen vertiefen? Oder soll mit der Weiterbildung eine grundlegende Veränderung einhergehen? Je nachdem, welche Ziele du hast, kommen verschiedene Anbieter und Lernmöglichkeiten in Frage.

Online-Kurse: BWL Basiswissen erlangen/auffrischen

Wenn du dein Know-how aus einem ganz speziellen Aufgabenfeld erlangen willst, gibt es eine große Auswahl an BWL Online-Kursen. Der Vorteil: Man kann kleine Häppchen lernen und die Kosten sind sehr überschaubar. Die Online-Kurse eignen sich, wenn man z.B. von Kollegen ein neues Aufgabenfeld übernimmt und bestimmtes Wissen nochmal auffrischen möchte oder eine Einweisung von Experten benötigt. Gerade in den letzten Jahren hat sich im Bereich der BWL Online-Kurse allerdings viel getan. Allerdings eignen sich diese Kurse eher nicht, um bei einer Bewerbung damit aus der Masse herauszustechen.

Seminare & Fortbildungen: Erweitertes Basiswissen und spezielles Know-how

Wer nicht nur nach kleinen Lerneinheiten sucht, sondern sich etwas umfassender weiterbilden möchte, ist bei Seminare und Fortbildungen richtig. Diese gibt es auch zum Teil als Online-Lehrgang, zum Teil aber auch als Präsenzveranstaltungen.

Der Vorteil: Hier kann man sich schnell (meist innerhalb von einem Tag bis zu einem Monat) weiterbilden und Lernerfolge erzielen. Es ist damit gut möglich, sich in einem bestimmten Tätigkeitsfeld grundlegend zu qualifizieren um so auch bei einem Firmenwechsel das Know-how mit Zertifikaten beweisen zu können. Um steil auf der Karriereleiter aufzusteigen, eignen sich die meisten Seminare und Fortbildungen aber nicht.

Weiterbildungen & Zertifikatsstudium: Fit für die Karriereleiter

Wenn du richtig tiefgreifendes Wissen aus dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre erlangen möchtest, sollten du dich für ein Zertifikatsstudium oder eine Aufstiegsfortbildung entscheiden. Vorteil: Wer z.B. eine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt macht, hat den höchsten nicht-akademischen Abschluss erreicht und kann sich damit sehr gut für neue Karriereschritte im derzeitigen oder einem neuen Unternehmen qualifizieren. Diese Weiterbildungen sind meistens sehr anerkannt und öffnen neue Türen. Allerdings muss man natürlich auch eine Menge Arbeit investieren, meistens über mindestens anderthalb Jahre.

Akademische Studiengänge: Berufsbegleitend zum Bachelor oder Master

Die höchstmögliche BWL Weiterbildung ist das Absolvieren eines berufsbegleitenden Studiums. Und dies ist nicht nur für diejenigen möglich, die das Abitur haben, sondern es gibt auch viele Möglichkeiten, ohne Abitur eine akademische Qualifikation zu erlangen. Beim berufsbegleitenden Studium studierst du neben deinem aktuellen Job, daher gibt es verschiedene Zeit- und Lernmodelle, die sich perfekt in den Berufsalltag integrieren. Mit einem akademischen Studiengang neben dem Job erlangst du ebenfalls den qualifizierten Bachelor- oder Master-Abschluss. 

Alles zum berufsbegleitenden Studium

Worauf man bei der Auswahl der Weiterbildung achten sollte

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den richtigen Lehrgang zu finden. Wir möchten dir hier einige Tipps und Hinweise an die Hand geben:

Zielgruppe

Bei manchen Kursbeschreibungen steht lapidar "Zielgruppe: Personen, die Kenntnisse der BWL erwerben möchten." Das ist natürlich nicht besonders zielführend, denn es gibt nun mal die unterschiedlichsten Möglichkeiten, betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu erlangen. Daher sollte man sich auch fragen, zu welcher Zielgruppe man gehört. Wir haben versucht, eine Einteilung vorzunehmen:

ZielgruppeArt der WeiterbildungBeispiele für Titel
  • Sekretariat / Assistenzebene ohne Willen zur großen Karriere / untere Managementebene
  • Persönliches Interesse an BWL-Grundlagen 
  • Crashkurse / Intensivkurse, kurze Fortbildungen und Seminare / Tagungen
  • BWL kompakt
  • Basisseminar – Betriebswirtschaftliches Handeln
  • BWL für Sekretariat und Assistenz
  • Weiterbildung, um in einem bestimmten, klar abgegrenzten Aufgabenbereich neues Wissen zu erlangen
  • mehrtägige Fortbildungen, eher selten bei Hochschulen und Fernlehrinstituten, sondern mehr bei auf diesen Bereich spezialisierten Anbietern
  • Certificate in International Financial Reporting
  • Facilitation Skills for Business Analysts
  • Big Data im Controlling
  • Karrierewillige und untere Führungsebene, die sich für höhere Positionen qualifizieren möchte
  • Personen ohne Abitur, die nach einer Ausbildung weiteres Wissen erlangen möchten
  • Mehrmonatige bis -jährige Weiterbildungen, die ein ausführliches BWL-Wissen vermitteln
  • Staatlich geprüfter Betriebswirt
  • gepr. Bilanzbuchhalter/ Controller
  • Fachwirt

Dauer

Ein weiterer Unterschied liegt in der Dauer der Weiterbildungen und daraus folgend natürlich auch der Intensität. Möchtest du dich in einem ganz speziellen Bereich weiterbilden oder soll es das gesamte bzw. ein großer Teil des Themenspektrums der Betriebswirtschaft sein? Fortbildungen zu spezifischen Fragestellungen haben meistens eine Dauer von einem Tag bis zu einem Monat. Beispiele für kurze Weiterbildungen sind Lehrgänge wie "Crashkurs BWL", "Finanzwirtschaftliche Planung im Business Planning Prozess", "BWL und Controlling – Aktuelles Managementwissen für die Assistenz" oder "Grundlagen der Betriebswirtschaft im Krankenhaus für Neueinsteiger". Aus den Titeln lässt sich bereits ableiten, dass diese Weiterbildungen punktuell wichtiges Wissen vermitteln, aber kein tiefgreifendes generalistisches BWL-Know-how. Je nachdem, für welche Position du dich weiterqualifizieren möchtest, ist entsprechend ein anderer Anbieter zu wählen.

Bekanntheit

Ein ebenfalls wichtiger Faktor für die Entscheidung, wo du deine BWL Weiterbildung absolvieren solltest, ist die Größe und, oft damit einhergehend, auch die Bekanntheit des Anbieters. Je mehr Absolventen ein Institut hat, desto bekannter wird es bzw. werden seine Lehrgänge auch in den Personalabteilungen. Zusätzlich betreiben die großen Anbieter oft zusätzliches Marketing, um Personalverantwortliche direkt zu erreichen. Dies kann ein kleinerer Anbieter finanziell meist gar nicht leisten.

Dennoch solltest du kleine Institute nicht automatisch ausschließen. Wenn es zum Beispiel um eine ganz spezielle Fortbildung geht, kann ein kleiner, aber dafür umso spezialisierterer Anbieter durchaus Vorteile haben.

Als Faustregel könnte man aufstellen: Geht es um ein breites betriebswirtschaftliches Themengebiet, sind meist eher die großen Institute zu bevorzugen. Bei speziellen Weiterqualifikationen können kleinere Lehrgänge, die dafür genau darauf spezialisiert sind, die bessere Wahl sein.

Rankings und Anerkennung

Oft werden Rankings und Tests als heiliger Gral der Weiterbildungswahl gesehen. Davon raten wir an. Gute Testergebnisse und positive Rankings bzw. Erfahrungsberichte von Lehrgangsteilnehmern sind immer ein positives Zeichen, sollten aber nicht überbewertet werden. Denn natürlich wissen auch die Lehrgangsanbieter von der Suggestivkraft guter Rankings und versuchen, sie so positiv wie möglich darzustellen. Das bedeutet aber nicht, dass sie solche Bewertungen fälschen und daher können die Ranking- bzw. Testergebnisse durchaus einen guten Anhaltspunkt liefern.

Für BWL Weiterbildungen eignen sich z.B. Seiten wie fernstudiumcheck.de oder semicheck.de. Dort geben Lehrgangsteilnehmer ihre Erfahrungsberichte weiter. Auch im Forum von fernstudium-infos.de kann man die Community befragen bzw. die älteren Beiträge durchlesen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist zudem die Anerkennung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Sie ist u.a. dafür da, über die Zulassung oder das Versagen der Zulassung aller zulassungspflichtigen Fernlehrgänge zu entscheiden. Zudem überprüft sie in der Regel im Abstand von drei Jahren den Fortbestand der Zulassungsvoraussetzungen der Fernlehrgänge.

Durchführung

Unser Tipp: Achte darauf, in welcher Form die Weiterbildung durchgeführt wird. Die meisten Angebote gibt es als Fernstudium. Hierbei erhälst du, je nach Art der BWL Weiterbildung, bis zu 2.000 Seiten Lernunterlagen, die im Selbststudium (also alleine) durchgearbeitet werden müssen. Bei einem Fernstudium bzw. Fernlehrgang ist man sehr flexibel in der Zeiteinteilung, allerdings eben auch fast ganz auf sich allein gestellt. Wer nicht nur einige Präsenztage in der Weiterbildung integriert haben möchte, sollte sich für die Variante Abendschule/Wochenendlehrgang entscheiden. Hier lernt man in einer Gruppe zusammen und muss viel weniger allein nacharbeiten. Allerdings ist man hierbei natürlich an feste Termine gebunden und auch regional beschränkt, da der Lehrgang nicht am anderen Ende der Republik stattfinden sollte.

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