Erfahrungsbericht: Bachelor Technology and Management an der Technischen Universität München

BWL gepaart mit Ingenieurwesen – das ist die Verbindung, die einem bei dem Studiengangsnamen einfällt. Aber wie sieht das Studium wirklich aus? Was unterscheidet die Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der TU München von einem anderen BWL-Studium? Julian hat sich Zeit für einen Erfahrungsbericht genommen und klärt uns auf.

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Erfahrungsbericht von Julian

Darum habe ich mich für diesen Studiengang entschieden:

Die Kombination aus Betriebswirtschaft und Technik ist sehr sinnvoll und gefragt, denn der technische Hintergrund erhöht das Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Aufgaben ungemein.

Schon an der Schule entwickelte ich eine Leidenschaft für Betriebswirtschaft und Technik – warum sollte ich mich also für ein Studienfach entscheiden, wenn ich beide haben kann? Im ersten Moment ist der (etablierte) Wirtschaftsingenieur eine gute Option. Der Schwerpunkt dieses Studiengangs liegt jedoch auf der technischen Seite. Wer hingegen ein umfassendes betriebswirtschaftliches Studium sucht, das ein technisches Nebenfach als Zusatzqualifikation bietet, ist mit dem modernen Studiengang "Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL)" sehr gut beraten.

Die BWL nimmt in dem Studium einen Anteil von 70% ein. Neben dem Maschinenwesen bietet die Technische Universität München alternativ auch Chemie, Elektrotechnik oder Informatik als ingenieurwissenschaftliche Vertiefung an. Ich persönlich halte die Kombination aus Betriebswirtschaft und Technik im Allgemeinen für sehr sinnvoll und gefragt, denn der technische Hintergrund erhöht das Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Aufgaben ungemein.

So läuft mein Studium ab:

Die "Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL)" unterscheidet sich von der klassischen BWL durch eine technische Zusatzqualifikation. Im Gegensatz zum bekannteren Wirtschaftsingenieur liegt der fachliche Schwerpunkt jedoch auf der BWL (70%).

Die Struktur des Studiengangs TUM-BWL ist in meinen Augen sehr durchdacht. Es werden stets Anpassungen vorgenommen, um den vergleichsweise jungen Studiengang noch besser an die Interessen der Studierenden und der Arbeitswelt anzupassen. Verschiedene Einführungsveranstaltungen und ein Mentoren-Programm erleichterten den Studienbeginn. (Bei organisatorischen Themen schadet ein freundliches Nachfragen jedoch nicht.) In den ersten Semestern werden insbesondere die Grundlagenveranstaltungen gelehrt – die Teilnehmeranzahl ist dementsprechend hoch. Dennoch sind die Professoren und Dozenten engagiert und beantworten Fragen über verschiedene Kanäle (bspw. im Anschluss an die jeweilige Veranstaltung, persönliche Sprechstunden oder Internetforen).

Im "Hauptstudium" fügen sich die Lehrinhalte der Grundlagenveranstaltungen zu einem Gesamtbild und der Praxisbezug wird vermehrt herausgearbeitet. Zu den elementaren betriebswirtschaftlichen Vorlesungen gehören z. B. Buchführung, Finanzierung, Marketing, Controlling, Informationswirtschaft, Organisation und Personalmanagement. Im technischen Bereich entschied ich mich für das Maschinenwesen – Grundlagen der Entwicklung und Produktion, Maschinenelemente, Maschinenzeichnen inkl. CAD, Technische Mechanik und Werkstoffkunde sind hier Beispiele für grundlegende Lehrveranstaltungen.

Mein Tipp für Studieninteressenten:

Innerhalb der BWL stehen euch unterschiedliche Schwerpunkte zur Auswahl. BWL ist folglich nicht gleich BWL.

Studieninteressenten empfehle ich grundsätzlich, die Wahl für einen Studiengang nicht nach dem Ausschlussverfahren zu treffen. Informiert euch über die Alternativen und entscheidet bewusst. Ein Studium besteht nicht nur aus Lehrveranstaltungen und Klausuren. Ihr studiert deutlich leichter, wenn Ihr Interesse und Freude an eurem Studienfach habt. Innerhalb der BWL stehen euch unterschiedliche Schwerpunkte zur Auswahl. BWL ist folglich nicht gleich BWL. Auch interdisziplinäre Studiengänge kombinieren die Betriebswirtschaftslehre mit anderen Studienfächern (bspw. Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik). Auf diese Weise bietet die BWL heute viele Freiheitsgrade.

Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Trefft die Entscheidung für diesen Studiengang bewusst und habt Freude am BWL-Studium. Auf diese Weise studiert ihr leichter und mit Erfolg.

Wie bei jedem anderen Studiengang auch, sollte ein gesundes Interesse für die Studieninhalte vorhanden sein. Man sollte BWL nicht aufgrund mangelnder Alternativen studieren.

Trefft die Entscheidung für diesen Studiengang bewusst und habt Freude am BWL-Studium. Auf diese Weise studiert ihr leichter und mit Erfolg. Die BWL besteht nicht nur aus Lerninhalten – Pauken und Vergessen. Ein gutes Verständnis für die Themen und die jeweiligen Zusammenhänge erleichtert die Prüfungsvorbereitung erheblich. In bestimmten Disziplinen der BWL ist z.B. die Mathematik ein hilfreiches Instrument, um komplexe Problemstellungen zu lösen.

Des Weiteren werden manche Vorlesungen oder Übungen in englischer Sprache angeboten. Im Hinblick auf die zunehmende Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaft ist das sehr sinnvoll. Zudem haben dadurch Austauschstudenten die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen in Deutschland zu verfolgen. Ein interdisziplinäres Studium erfordert zudem ein hohes Interesse an dem gewählten Technikfach und eine erhöhte Leistungsbereitschaft, da ein Studium durch ein Zweitfach keinesfalls einfacher wird. Im Allgemeinen ist die Studienzeit jedoch sehr abwechslungsreich und hat mir persönlich viel Spaß gemacht!

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