Erfahrungsbericht: Bachelor Wirtschaftswissenschaften und Master Business Management

Schon in seinem Bachelor Studium Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Kiel hat sich Michael auf den Bereich Logistik spezialisiert. Im Master Business Management an der Hochschule Flensburg, den er direkt im Anschluss aufnahm, führt er diese Vertiefung fort. Wir haben Michael um einen Erfahrungsbericht zu beiden Studiengängen gebeten und er hat sich dankenswerterweise die Zeit genommen unsere Fragen zu beantworten.

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Erfahrungsbericht von Michael

Darum habe ich mich für dieses Studium entschieden:

Ich wollte immer etwas mit Wirtschaft machen. Nach meiner mittleren Reife bin ich an das Fachgymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft gewechselt. Der dortige Unterricht hat mir damals schon gut gefallen. Besonders die Fächer der Betriebswirtschaft haben mir zugesagt.

So läuft mein Studium ab:

Ich bewerte die Hochschule als gut bis sehr gut. Ich habe dort eine Menge mitgenommen.

Bachelor:

Am Anfang war vieles verwirrend und neu. Ich musste schnell feststellen, dass jede Hochschule sehr eigene Regeln und Strukturen hat. Es muss viel Eigeninitiative gezeigt werden, wenn man am Ball bleiben möchte. Dabei meine ich insbesondere Fristen und Termine im Studienalltag. Lebt man immer nur in den Tag hinein, kann es sein, dass ein netter Kurs oder ein Wahlpflichtfach nicht belegt wird oder die Anmeldungen zu den Klausuren vergessen wird. Der Kontakt zu den Dozenten war sehr gut. In den ersten Semestern war es noch nicht so stark ausgeprägt wie im weiteren Verlauf. Ab den Schwerpunkten im fünften Semester hatte man ein wirklich gutes Verhältnis. Dort wurde man dann auch mit Namen angesprochen und in den Vorlesungen vermisst, wenn man abwesend war.

Die Studienbedingungen fand ich im Norden sehr gut. Es gab immer Arbeitsräume für Gruppenarbeiten, gute Bibliotheken (ZBW in Kiel und HH) und das Material war ebenfalls auf neusten Stand.

Nach den ersten Bachelorsemestern waren Gruppenarbeiten an der Tagesordnung. Man arbeitete auch hin und wieder mit Unternehmen zusammen und musste seine Ergebnisse präsentieren. Das vorletzte Semester war ein Pflichtpraktikum und man konnte erste Erfahrungen in den beruflichen Alltag eines Unternehmens bekommen. Für das Berufsleben habe ich da beispielsweise eine Menge mitgenommen.

Man lernt eigenständiges Arbeiten und präsentiert vor Gruppen. Diese beiden Eigenschaften bereiten einen sehr gut auf spätere Herausforderungen im Berufsleben vor. Auf der fachlichen Seite lernt man mit Grundbegriffen und Fachwörtern umzugehen und bestimmte Verfahren anzuwenden. Wichtig hierbei war auch immer das kritische Hinterfragen der gelernten Inhalte.

Zu den Inhalten: Es wurden in den ersten Semestern sämtliche Grundlagen aus der BWL gelehrt. Dazu gehören heute: Allgemeine Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathe, Statistik, Finanzierung, Controlling, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschaftsinformatik und Soft Skills.

Neben den Standardfächern konnte man nach dem Grundstudium bestimmte Schwerpunkte wählen. Diese waren z.B. Marketing, Finanzierung, Controlling, Supply Chain Management oder Personalwesen. In diesen Schwerpunkten lernte man weitergehende Inhalte kennen.

Ich bewerte die Hochschule als gut bis sehr gut. Ich habe dort eine Menge mitgenommen. Man merkt es zwar nicht immer, aber man lernt schon ein gutes Handwerkszeug für das spätere Leben. Feinschliff wird später sowieso der Job erledigen. Auch mein Masterstudium konnte ich mit dem Wissen aus dem Bachelor sehr gut meistern.

Master:

Hier wusste man, was einen erwartet. Man war nicht mehr ganz orientierungslos, musste sich aber trotzdem mit seiner Hochschule und den dortigen Abläufen vertraut machen.

Die Inhalte waren aufgeteilt in allgemeine Management-Themen sowie einen weiterführenden Schwerpunkt, den man aus drei verschiedenen wählen konnte. Die Dozenten waren, wie bereits im Bachelor, sehr hilfsbereit und man hatte einen sehr engen Kontakt. Nicht selten wurde man mit Namen angesprochen.

Im Master waren die Kurse sogar noch kleiner als in den letzten Bachelor-Semestern. Es gab Kurse, da waren höchstens 15 Studierende. Eine sehr angenehme Lernatmosphäre. Die vielen Präsentationen wurden hier fortgesetzt und man konnte mehr Selbstbewusstsein für den späteren Berufseinstieg erlangen.

Meine Tipps für Studieninteressenten:

Es ist zwar ratsam, sich vorher einige Informationen zu besorgen, jedoch sollte man jeder Hochschule eine Chance geben, wenn einem das Umfeld gefällt.

Ich habe, bevor ich an die FH gegangen bin, zwei Semester Wirtschaftsinformatik an der Uni studiert. Ich bin dann aber relativ schnell zu dem Entschluss gekommen, dass ich zur reinen BWL wechseln möchte. Mir lagen die reinen Informatikfächer leider nicht sehr gut. Nach dem Studium an der Uni hatte ich auch überlegt, Wirtschaftsingenieurwesen an der FH zu studieren und bin deshalb auf die Fachhochschule Kiel aufmerksam geworden. Dort gefielen mir der kleine Kreis an Studierenden, die enge Zusammenarbeit mit den Professoren und der immer wieder existente Praxisbezug.

Man sollte meiner Meinung nach auf folgende Dinge achten:

  • Netter Studienort (vorher anschauen und sich informieren, wie viele Studierende es gibt, Vorlesungen zum Testen besuchen und Studieninformationstage der Hochschulen mitmachen)
  • Auswahlmöglichkeiten der Schwerpunkte in den höheren Semestern. (möchte jemand später in die Bereiche Marketing oder Controlling sollte die FH ggf. auch diese Vertiefungen anbieten)
  • Mit älteren Semestern/Studierenden reden (Wenn möglich Informationen über Ablauf etc. holen)

Nicht so wichtig fand ich das Hochschulranking oder den Ruf der Hochschule. Es ist zwar ratsam, sich vorher einige Informationen zu besorgen, jedoch sollte man jeder Hochschule eine Chance geben, wenn einem das Umfeld gefällt. Hier finde ich es, wie oben bereits erwähnt, eher wichtig auf dortige Studenten zu hören oder deren Erfahrungsberichte zu lesen.

Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Empfehlen kann man dieses Studium eigentlich allen, die sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren.

Motivation, Interesse für Wirtschaft, Lernbereitschaft, Durchhaltevermögen bei schwierige Klausuren und Prüfungen, Grundverständnis für Mathe und Statistik, Offenheit.

Empfehlen kann man dieses Studium eigentlich allen, die sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren. Man hat eine sehr große Anzahl an Möglichkeiten während und nach dem Studium. Dazu zählen beispielsweise Sprachkurse, Wahlfächer, Auslandsaufenthalte etc.. Ich finde es sehr wichtig, dass man ein offener Mensch ist und keine Angst hat, vor anderen zu reden oder zu präsentieren. Dieses wird im Studium sehr häufig verlangt.

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