Duales Studium BWL – Alle Infos auf einen Blick

Duales Studium BWLAlles, was du über ein duales Studium der BWL wissen möchtest, findest du in diesem Abschnitt unseres Studienführers. Unternehmen, duale Studiengänge, grundlegende Infos zum Studienmodell und aktuelle freie Studienplätze sind hier zu finden. Nimm dir Zeit und informier dich ausführlich über ein duales Studium der Betriebswirtschaft.


Auf dieser Seite haben wir mit unserem Partner www.Wegweiser-Duales-Studium.de alle Infos zusammengestellt, die du generell über ein duales Studium wissen solltest. Wenn du konkrete Studiengänge, Partnerfirmen und freie Studienplätze suchst, findest du links im Menü alle Infos. Nachfolgend kommen die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem begehrten Studienmodell:

Was ist ein duales Studium überhaupt?

Verbreitung duale Studiengänge BWLEin duales Studium hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren in Baden-Württemberg. Dort wurde erstmals die Verbindung einer klassischen Ausbildung mit Elementen eines Studiums geschaffen. Schnell zeigte sich der Erfolg dieser Ausbildungsvariante, da sie zum einen auf große Nachfrage seitens der Schulabgänger traf und zum anderen die Firmen damit sehr zielgerichtet gut ausgebildeten Nachwuchs gewinnen konnten. In der Folge wurde das duale Studium immer weiter ausgebaut, so dass es heute über 1.000 Studiengänge in Deutschland gibt. Je nach Region sind aber deutliche Unterschiede in der Verbreitung des dualen Studienmodells zu erkennen (siehe Grafik zum Anklicken). Wer BWL dual studieren möchte, findet aber aufgrund der großen Verbreitung des Studiengangs sicherlich in jedem Bundesland passende Hochschulen und Berufsakademien.

BWL Studium bei SRH Riedlingen

Wie funktioniert ein duales Studium?

Du hast bestimmt schon einen Satz wie „Ein duales Studium vereint Praxis und Theorie“ gelesen. Der Sinn dieses Studienmodell findet sich schon in der Bezeichnung „dual“. Ein duales BWL Studium verbindet Elemente eines klassischen Vollzeit-BWL-Studiums mit entweder einer betrieblichen Ausbildung oder einer langen Praxisphase. Das bedeutet, dass man die Hälfte der Zeit in einem Unternehmen verbringt und dort mitarbeitet. Man agiert (nach einer entsprechenden Einarbeitung) wie ein normaler Mitarbeiter und lernt somit den betrieblichen Alltag direkt kennen. Damit verbunden sind natürlich viele praktische Fähigkeiten, die man sich im praktischen Teil des dualen BWL Studiums aneignet.Die andere Hälfte des dualen Studiums verbringt man in einer Hochschule oder Berufsakademie. Hier besucht man Vorlesungen und lernt theoretisches Wissen, meist zu den Dingen, die man im Betrieb auch praktisch anwendet.

TIPPEin Beispiel:
Studienplan BWLDu arbeitest im Marketing eines Getränkeherstellers und die Firma überlegt, welches neue Produkt sie herausbringen und welchen Preis sie im Supermarkt dafür verlangen kann. Hierzu werden unter anderem Wettbewerbsanalysen erstellt und die Kosten der Herstellung festgestellt. Dazu kommt noch Marktforschung, welchen Geschmack Konsumenten am besten finden und welchen Preis sie zu zahlen bereit sind. Das ist die praktische Seite.

Im dualen BWL-Studium lernst du dazu z.B. im Fach Volkswirtschaftslehre, wie sich Preise in einer Marktwirtschaft bilden und im Fach Grundlagen der BWL (o.ä.), wie Wettbewerbsanalysen erstellt werden.


Wer bietet duale BWL Studiengänge an?

Ursprünglich wurde die duale Ausbildung an Berufsakademien angeboten. Mit der weiteren Professionalisierung des dualen Studiums werden immer mehr Berufsakademien zu Hochschulen umgewandelt. Heute kann man sowohl an Universitäten, als auch an (Fach)Hochschulen und auch noch an Berufsakademien ein duales BWL Studium absolvieren.

Allerdings solltest du bei der Studienwahl genau aufpassen: An manchen Berufsakademien wird noch nicht der akademische Bachelorabschluss vergeben, sondern ein „BA-Diplom“. Dies ist kein akademischer Abschluss und du kannst dann zum Beispiel keinen Master mehr anschließen.


Die Studien- und Zeitmodelle

Wichtig ist auch zu wissen, dass ein duales Studium Betriebswirtschaft nicht immer gleich aufgebaut ist. Es gibt nämlich unterschiedliche Studien- und Zeitmodelle, die oft je nach Unternehmen oder Hochschule/ Berufsakademie variieren. Wer also BWL dual studieren möchte, sollte sich auch darüber informieren:

Die für Schulabgänger interessanten dualen Studienmodelle lassen sich in vier Einheiten unterteilen, wovon jeweils zwei mit einer Ausbildung bzw. Praxisanteilen arbeiten.

Duales Studienmodelle

Beim ausbildungsintegrierenden dualen BWL Studium ist eine Ausbildung (z.B. zum Industriekaufmann/frau) mit dem Studium verzahnt. Das bedeutet, dass der duale Studienplan mit dem Ausbildungsplan abgestimmt ist und du am Ende zwei Abschlüsse vorweisen kannst: Den Ausbildungs- und Bachelor-Studienabschluss. Bei einem ausbildungsbegleitenden dualen BWL Studium sind die Inhalte nicht so eng miteinander abgestimmt. Meistens läuft das Studium als eine Art Abendstudium parallel zur Ausbildung.

Das praxisintegrierende duale Studium ist am weitesten verbreitet. Hierbei arbeitest du für die ganze Studienzeit in einem Unternehmen praktisch mit, absolvierst aber keine Ausbildung. In regelmäßigen Abständen wird diese Praxiszeit durch die Studienzeit unterbrochen. Und ein praxisbegleitendes duales BWL Studium ist ebenfalls ohne Ausbildung und meist mit Abendstudium.


Wie finde ich mein duales BWL Studium?

Firma für BWL StudiumEin duales BWL Studium hat zwei grundsätzliche Voraussetzungen:

  • Du brauchst ein Unternehmen, das dich beschäftigt und
  • du brauchst eine Bildungsinstitution, an der die Studienphase durchgeführt wird.

Meistens bestehen zwischen Firma und Hochschule schon Kooperationsvereinbarungen, aber es ist auch möglich, sich bei einem Praxisbetrieb zu bewerben, der bisher noch kein duales BWL Studium anbietet. Der Betrieb muss dann den entsprechenden Vertrag mit einer Hochschule noch abschließen. Was musst du sonst noch wissen:

Es gibt mehrere Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, damit du dual studieren kannst. Zum einen muss bei dir natürlich die sogenannte „Studierfähigkeit“ gegeben sein. Dazu gehört, dass du die Hochschulreife besitzt, also das Abitur oder Fachabitur. Auch ohne Abi kann man ein duales Studium beginnen, zum Beispiel mit bestandener Meisterprüfung (oder gleichgestellter Fortbildungsprüfung) oder teilweise auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in Verbindung mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung.

TIPPWer an der größten dualen Hochschule, der DHBW, „nur“ mit Fachhochschulreife studieren möchte, muss noch einen Studierfähigkeitstest bestehen. Infos gibt es auf der Webseite der DHBW.

Zudem solltest du dich informieren, ob es für den dualen BWL Studiengang, den du anstrebst, eine Zulassungsbeschränkung gibt. BWL dual an der Hochschule Niederrhein ist zum Beispiel mit einem NC belegt. Und an der Hochschule für Wirtschaft & Recht in Berlin muss man für den Studiengang der International Business Administration einen mit mindestens 85 Punkte bestandenen TOEFL- Test oder einen ELSA-Test mit 383 Punkte vorweisen.

Persönliche Voraussetzungen
Ein duales Studium, egal ob BWL oder ein anderes Fach, ist kein Spaziergang. Das sagen auch die Studenten, die uns für Erfahrungsberichte Rede und Antwort standen. Du brauchst daher auch ein paar besondere persönliche Eigenschaften bzw. Voraussetzungen:

  • Kommst du mit Stress klar und auch damit, nicht so viel frei zu haben wie deine Freunde, die „normal“ studieren? Ein normales „Studentenleben“ entfällt größtenteils, da durch die kurze Studienphase viel Studieninhalt in wenig Zeit auf die Studenten zukommt.
  • Biss sollte man auf jeden Fall mitbringen, sagt Stefan im Erfahrungsbericht. Das bedeutet: Du solltest Ehrgeiz und Willensstärke besitzen, um dein duales Studium erfolgreich zu gestalten.
  • Wichtig ist auch, mobil zu sein. Es kann durchaus sein, dass Theorie- und Studienphase in unterschiedlichen Bundesländern stattfinden und daher alle paar Monate umziehen musst.


Viel Erfolg bei deiner Suche nach einem dualen Studium BWL!

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